Weiße Begeisterung (Marina M.Kolomitchouk)

Sag doch nicht, du wirst ungerne wach

und es regnet Tag und Nacht im Lande.

Sieh doch selbst: Die silbernen Girlanden

strickt der Winter seit der Mitternacht.

 

Schieb nun weg den lästigen Vorhang,

lass die kühle Luft ins dunkle Zimmer…

Halte inne: Was für weißer Schimmer-

nah zum Greifen mit der bloßen Hand?

 

Die Geschichte weißer Spinnerei

sich entfaltet hinter der Kulisse,

scharfe Kanten werden zu Umrissen

dicht bestreut mit weißem Allerlei.

 

Deine Hand mit Flocken – glühendkalt-

tastet sanft die Stirn, berührt die Wangen,

an den weichen Lippen bleibt gefangen…

Himmlisch schmeckt die eisige Vielfalt!

 

Atme frische Luft in dich hinein!

Siehst du, wie die einsame Laterne

macht die Flocken zu den kleinen Kernen,

die beim Fliegen glitzern lupenrein.

Ein Gedanke zu „Weiße Begeisterung (Marina M.Kolomitchouk)“

  1. Liebe Marina,
    dein Gedicht hatten wir im Forum schon einmal besprochen, weshalb ich hier nur nochmals auf formales aufmerksam machen möchte. Gedankenstriche und Auslassungspunkte werden immer mit einem Leerzeichen zum davorstehendem wie nachfolgendem Wort gesetzt.
    Die Erzählung, der Inhalt deines Gedichtes gefällt mir. Mir geht es so, dass ich das Gedicht zum vollständigen Erfassen aber zweimal lesen muss. Der Gedanke die Spinnweben der Geschichte mit dem alles zudeckenden Flaum von Schneeflocken zu vergleichen gefällt mir sehr, auch wenn dass nur ein kurzer Gedanke ist, da du ja dann doch wieder real zum Schnee zurückkehrst. Einen Sinn-/Logikfehler muss ich aber leider doch noch anmerken. Wenn eine Schneeflocke durch die Wärme der Laterne zu einem Tropfen (Kern) wird, dann fliegt er nicht mehr, was man sich bei der Flocke noch vorstellen kann. Ein Tropfen ist aber von seiner Dichte zu schwer, er fällt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.