Regina Stoffels

Jahrgang 1950, pensionierte Hauptschullehrerin. Mutter von zwei Kindern und Großmutter von drei Enkelkindern.

Ich habe schon als Kind gerne Aufsätze geschrieben, die häufig sehr lang und ausführlich gerieten. Ein Aufsatzthema lautete: „Wie ich Siegfrieds Tarnkappe fand“. Das Thema gefiel mir außerordentlich gut. Ich schilderte, dass ich mit der Tarnkappe auf dem Kopf unerkannt in  Chruschtschows Schlafzimmer schlich, ihn fesselte, seine nackten Füße mit Salz bestrich und dann eine Ziege ins Zimmer führte, die genüsslich das Salz ableckte. Chruschtschow zeterte und bat um Gnade, die ich ihm aber nur gewährte, wenn er den Bau der Berliner Mauer rückgängig machen würde. Meine Deutschlehrerin war von dem Aufsatz so begeistert, dass sie ihn -ohne mein Wissen-  in der Schülerzeitung veröffentlichen ließ. Das war wohl 1962; leider ist mein Exemplar im Laufe der Jahre verloren gegangen.

Schon sehr früh, allerdings sporadisch, führte ich Tagebücher. Seit 1984 dann kontinuierlich, ab und zu blättere ich darin und staune über die Einträge von vergangenen Tagen und Ereignissen. Das Schreiben von Tagebüchern habe ich wohl von meinem Vater übernommen, seine wunderbaren, vielfach humoristischen, Aufzeichnungen sind in unserer Familie inzwischen Zeitzeugnisse.

Vor 10 Jahren begann ich mit dem Besuch verschiedener Schreib- und Literaturkurse an der VHS Trier, nahm an dem von Momo Evers geleiteten Online-Workshop  „Erfolgreich als Autor: Buchidee – Exposé –Veröffentlichung“ teil. Ebenso an einem Wochenendseminar „Wie man Bestsellerverdächtig schreibt“ von Lothar Schöne in der VHS Trier.

Für meine Schreibideen sammle ich, wo immer es geht, fleißig Ideen, spitze die Ohren in Cafés, im Bus, Park, Wartezimmern usw. Die Ideen vermerke ich in Kladden oder auf Spickzetteln. Ich liebe es, scheinbare Banalitäten auszuschmücken und sie in skurrilen Geschichten einzuspinnen. „Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit!“ (Erasmus von Rotterdam)

Sehr gerne schreibe ich Kurzgeschichten, aber auch längere Text wie z. B. Kindheitserinnerungen aus den 50er Jahren. Der Text „Meine Kindheit im Schatten von St. Antonius“ wurde im „Neuen Trierischen Jahrbuch“ von 2012 veröffentlicht.

Im Juli 2019 erschien im Stephan Moll Verlag der erste Band meiner Trilogie: „Mit Halali und Horrido auf Wollmäuse & Co!“ mit dem Untertitel „Der Schwur“. Dabei handelt es sich nicht um ein Sachbuch für Jäger, auch nicht um ein Kinderbuch, sondern um einen heiteren Frauenroman. Der zweite Band  „Der Seitensprung“ erschien im Sommer 2020. Der dritte Band „Der Neuanfang“ ist so gut wie fertig, wird aber „Corona bedingt“ erst im Frühjahr 2021 erscheinen.

Das Schreiben des Romans war ein Ventil für mich, als mein inzwischen verstorbener Mann sehr krank wurde und alle unsere Zukunftspläne wie Seifenblasen platzten.

Trilogie „Mit Halali & Horrido auf Wollmäuse und Co“

Wie ein roter Faden schlängelt sich die Einlösung des Wollmausschwures durch alle Bände der Trilogie.

Worum geht es nun in dieser Trilogie? Da sind zunächst die vier Freundinnen Sabine, Susanne, Ulrike und Britta, die nach ihrer Abiturfeier schworen, sich bei der Partnerwahl zu helfen, falls sie nicht bis zum 40. Lebensjahr verheiratet seien. Während sie schwören, erlegt Susanne eine Wollmaus (Staubfluse). Zwanzig Jahre sind seit dem Schwur vergangen, die Freundinnen haben sich aus den Augen verloren. Die unverheiratete Sabine, die wieder in ihrer Heimatstadt München lebt, fordert den Schwur ein.

Im ersten Band lernen die Freundinnen sich und ihre Marotten neu kennen. Gestört werden ihre Treffen, bei der es stets um die Suche eines Partners für Sabine geht, von deren dominanter Großmutter Aloysia. Sie ist äußerst neugierig und mischt sich ständig in ihr Leben ein. Oftmals kommt es zu turbulenten Szenen, besonders dann, wenn Susanne in fremden Wohnungen auf Wollmausjagd geht.

Im zweiten Band werden in einem Bistro drei mögliche Partner von Sabine getestet. Im Hintergrund des Lokals verfolgen die Freundinnen voller Spannung und mit viel Heiterkeit die Treffen, um bei Bedarf Hilfestellung zu geben. Leider kann der Schwur nicht eingelöst werden, da kein Kandidat geeignet ist. Statt dessen nerven Blitzbesuche von Aloysia, so dass die Freundinnen Mordgedanken spinnen. Eine Räumaktion bei Ulrike läuft total aus dem Ruder und Britta beginnt eine Affäre mit Susannes Ehemann Martin. Eine Torte spielt Schicksal, dies bedeutet für Aloysia und die Freundinnen eine Wendung in ihrem Leben.

Im dritten Band eskalieren die Ereignisse. Erst jetzt erfährt Susanne von dem Verhältnis ihres Mannes mit Britta. Eine Künstlerin mit besonderem Faible für Goldspray mischt ebenfalls mit. Ulrike ist sich nicht sicher, ob auch ihr Mann eine Affäre hat. Nur gemeinsam gelingt es den Frauen, ihre Freundschaft in ein ruhiges Fahrwasser zu bringen. Wird der Wollmausschwur endlich eingelöst?

In allen drei Bänden werden die oftmals problematischen und chaotischen Situationen von unfreiwilliger Komik begleitet, an denen nicht nur die Kinder von Susanne und Ulrike, sondern auch vier Katzen einen nicht unerheblichen Anteil haben.

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